Einblick

Der Apfel

Lektion Nr.1

Der Apfel

Am Postkasten stehen kleine Menschen und große Menschen übereinander gehäuft.

Es sieht ulkig aus. Mir scheint es ulkig, wie diese Wesen stehen oder liegen. Und dann starren sie auch noch, wie die auf Eis gelegten Fische auf dem Markt.

Ich laufe am Postkasten vorbei und muss kurz schmunzeln. Sie nehmen es mir übel und mich nicht ernst.

Darauf laufe ich zum Markt um den Fischen in die Augen und den Äpfeln in die Würmer zu schauen. Ich rechtfertige mich. Muss ich mich rechtfertigen, dass ich auf den Markt gehe? Nein. Ich denke nicht. Schließlich ist es gesund.

Die Fischverkäuferin sieht mich von Weitem. Ihre Tränen fallen und versickern im Fischbetteis.

Ich bin eine Obstbestie, sie weiß das.

Sie alle wissen das.

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3 Gedanken zu “Der Apfel

  1. Den Obstverkäufer dürfte es freuen. 😉

    Über eine Spielerei muss man vielleicht keine Worte verlieren, aber im zweiten Absatz könntest Du Dich auf einmal „ulkig“ beschränken und eventuell ein Synonym finden.

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    • Worte kann man kaum verlieren, sind sie doch Zeichen der Kommunikation und der Mensch ein Gesellschaftstier.
      Mti der Wortwiederholung habe ich bewusst gearbeitet, legt sie doch eine Betonung auf das sterbende Wort „ulkig“, welches die Situation charakterisiert.

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